BG/BRG Rohrbach

 

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Exkursion nach St. Florian zur Brucknerorgel

Am 20. Mai 2026 machten wir, die 6. Klassen des BG/BRG Rohrbach, uns auf den Weg nach St. Florian.  Was war der Grund dafür? Da wir in Musik über Anton Bruckner und die Brucknerorgel gelernt hatten, konnten wir diese nun in der Realität besichtigen.

Das Stift St. Florian gilt für Oberösterreich als Wahrzeichen der Barockzeit. Einige bedeutende Baumeister des 17. und 18. Jahrhunderts hinterließen hier ihre Spuren: Jakob Prandtauer, Carlo Antonio Carlone und Johann Gotthard Hayberger.

In Erinnerung bleiben uns der Marmorsaal, die Bibliothek (150.000 Bücher), die Gruft mit Anton Bruckners Sarg und den Gebeinen aus der Römerzeit, der Springbrunnen, die Kaiserstiege und die schöne Parkanlage mit sehr alten, in Form geschnittenen Bäumen. Die Orgel beeindruckte uns mit ihrer Größe; mit ihren 103 Registern und 7389 Pfeifen galt sie bis 1886 als die größte Orgel der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Sie war vom slowenischen Orgelbauer Franz Xaver Krisman in der Zeit zwischen 1770 und 1774 errichtet worden. Die Orgel war so groß, dass bald ein Problem mit der Luftversorgung für die Orgelpfeifen gelöst werden musste und man deshalb größere Bälge hinzufügte, die damals noch mit Menschenkraft betrieben wurden. Andreas Etlinger, der Stiftsorganist von St. Florian, erklärte uns ausführlich die verschiedenen Register und ihre Zusammenklänge und machte mit uns sogar den "Gesundheits-Check": Er spielte von der tiefsten bis zur höchsten Pfeife, wobei ältere Menschen die hohen Frequenzen nicht mehr hören können. Wir durften sogar in die Orgelkonstruktion hineingehen und das Innere der Brucknerorgel bestaunen. 

Bei der Stiftsführung sahen wir auch die Altar-Gemälde des Renaissance-Malers Albrecht Altdorfer, deren Farbigkeit und Strahlkraft bis heute erhalten geblieben sind. Die prunkvolle Bibliothek verwahrt die wertvollsten Bücher in einem Tresor. Für Studien- und Forschungszwecke darf man aber vor Ort darin lesen. Früher waren die Bücher nach dem Alphabet geordnet, heute sind sie nach Kategorien gereiht. In den sichtbaren Teilen der Bibliothek befinden sich Bücher der Kategorien Theologie und Geschichte. Der Architekt hat ebenfalls Geheimtüren eingebaut, durch die man von der Bibliothek in den Hinterraum gelangen konnte. 

Im Marmorsaal und auch am Gang gibt es viele optische Täuschungen (Trompe l’oeil): Durch die Freskomalerei gewinnt man im Saal den Eindruck, dass sich die Decke wölbt und dass er sich nach oben öffnet. Das geflügelte Pferd Pegasus wiederum erscheint immer den Betrachterinnen und Betrachtern zugewandt, ganz egal, wo im Raum man sich gerade befindet.

Wir verbrachten einen schönen Tag in St. Florian. Die vielen neuen Erlebnisse und Erkenntnisse bleiben uns noch lange in Erinnerung.

Verfasst von der 6B Klasse 

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